Wero versus digitaler Euro?

2025 wurde laut Bundesbank erstmals mehr als die Hälfte aller Transaktionen bargeldlos abgewickelt. Dabei dominieren außereuropäische Kartenanbieter mit fast 70 Prozent der Kartenzahlungen im Euroraum den Markt. Seit Juli 2024 ist Wero am Markt, eine privatwirtschaftliche Lösung der European Payments Initiative (EPI), ein Zusammenschluss europäischer Banken. Wero hat europaweit über 57 Millionen Nutzer, davon neun Millionen in Deutschland. Der digitale Euro dagegen ist ein Projekt der EZB und deutlich weiter von der Marktreife entfernt. Ein möglicher Vorteil gegenüber Wero: eine denkbare Annahmepflicht für Händler und eine Offline-Funktion, die die Resilienz des Systems stärken könnte. Die Bankenbranche interpretiert den digitalen Euro gerne als Konkurrenten. Das ist kontraproduktiv. Denn der digitale Euro könnte die staatliche Basisinfrastruktur liefern, während Wero darauf aufbauend kundennahe Zusatzdienste entwickelt.

Wero versus digitaler Euro?